Spende für Hutangerprojekt

Wir freuen uns über eine Spende in Höhe von 500 Euro von der Sparkasse Nürnberg. Das Geld wurde beim „Tag der offenen Tür“ der Geschäftsstelle Hohenstadt gesammelt und sollte einem Naturschutzprojekt in der Gemeinde Pommelsbrunn zu Gute kommen.

Unsere Rinder beweiden seit 2012 die Mühlkoppe bei Pommelsbrunn und sorgen dafür, dass der Lebensraum für seltene Tierarten erhalten bleibt. Seit diesem Jahr führen wir auch Landschaftspflegebeweidung auf weiteren Flächen im Arzloher Tal durch, damit der einzigartige Charakter des Tals erhalten bleibt und es nicht zuwächst. Dafür benötigten wir eine weitere mobile Zaunanlage. Die Spenden der Sparkasse Nürnberg helfen uns schon seit Jahrzehnten dabei, unsere umfassenden Aufgaben im Naturschutz und bei der Umweltbildung zu finanzieren.

Vielen Dank für die langjährige Unterstützung.

zaunArzlohe

 

 

 

 

Foto: Sparkassen-Geschäftsstellenleiter Manuel Friedrich mit dem Vorstand des Naturschutzzentrums Karl Heinlein

 

Hoher Besuch auf der Weide im Molsberger Tal

Prof. Dr. Hubert Weiger, der Vorsitzende des BUND und Landesvorsitzender des Bund Naturschutz in Bayern e.V., besuchte das Hutangerprojekt des Naturschutzzentrums Wengleinpark.

Er informierte sich vor Ort über die Erfolge und die Probleme des Beweidungsprojektes. Ein Teil der Arbeit des Naturschutzzentrum ist die praktische Landschaftspflege, es werden aber auch wissenschaftliche Arbeiten in Zusammenhang mit der Beweidung durchgeführt.

Durch die Rinderweide nehmen die Artenvielfalt und die Biodiversität zu, das zeigen die naturschutzfachlichen Begleituntersuchungen, die von der Regierung von Mittelfranken gefördert werden. Betriebswirtschaftlichen Aufzeichnungen im Projekt belegen, dass sich diese Form der Landschaftspflege für den Landwirt nicht rechnet.

Zusammen mit dem Naturschutzzentrum formulierte die Agrarreferentin des Bund Naturschutz Marion Ruppaner, Forderungen des Bund Naturschutz, wie diese Form der Landschaftspflege auch für andere Landwirte attraktiv gestaltet werden kann:
In der normalen Agrarförderung werden die vornehmlich naturschutzorientierten Flächen zu wenig berücksichtigt. Es müsste entweder eine eigene Förderkategorie für Naturschutzflächen geschaffen werden, oder Landwirte, die diese Flächen beweiden, sollten dafür nach tatsächlichen Aufwand und Stundensätzen entlohnt werden.

Darüber, dass die Förderung für Landschaftspflegebeweidung erhöht werden muss, waren sich auch die Anwesenden Dr. Karl Rauenbusch vom Landschaftspflegeverein Nürnberger Land und Dr. Stefan Böger, Biodiversitätsbeauftragter der Regierung von Mittelfranken einig.

gruppeBNPresse

 

 

 

 

 

 

Foto: M. Scholz.  Von Links:
Karl Heinlein, 1. Vorsitzender Naturschutzzentrum; Dr. Stefan Böger Regierung von Mittelfranken; Gerhard Schütz, KG-Bund Naturschutz und Hutangerpate; Rainer Wölfel, Hutangerprojekt; Ulla, Beweidungsspezialistin; Dr. Hubert Weiger, Bund Naturschutz; Marion Ruppaner, Bund Naturschutz; Dr. Karl Rauenbusch, Landschaftspflegeverein; Burkhard Reuter, BayernNetzNatur Projekt Naturnahe Wälder.

Um die Attraktivität der Landschaft zu erhalten braucht es Landwirte, die diese Arbeiten ausführen. Gemeinsam wollen sich alle Anwesenden dafür einsetzen diese Zusatzeinkommen für die Landwirtschaft zu verbessern.

Artikel in der Hersbrucker Zeitung am 01.07.2017

Weiger

 

BayernTourNatur Führung von „Hirten Herden und Hutangern”

Sonntag 25.06.17 um 15.00 Uhr, Treffpunkt Förrenbach am Sportplatz

Bei einer kleinen Wanderung ins Molsberger Tal stellt Rainer Wölfel vom Naturschutzzentrum Wengleinpark das Hutangerprojekt, die Molsberger Wacholderheide und die Rinderherde des Naturschutzzentrums vor. Anmeldung erforderlich unter info@hutanger.de oder Tel 09151/70200 Kosten 5,- €.wacholderheide

Hutangerführung in Hinterhaslach

Im Rahmen des Programms von BayernTourNatur gibt es eine Führung zum Hutanger von Hinterhaslach.   Rainer Wölfel stellt das Hutangerprojekt, den Lebensraum Hutanger und die Rinderherde des Naturschutzzentrums vor.
Dauer ca. 1,5 hHinterhaslach.
Termin 31.05.17 um 18.00 Uhr, Treffpunkt Ortsmitte von Hinterhaslach,
Anmeldung erforderlich unter info@hutanger.de oder Tel 09151/70200 Kosten 5,- €.

Weideauftrieb

Unser Weideaustrieb ist abgeschlossen.Wir haben jetzt 32 Tiere auf fünf unterschiedliche Standorte gebracht. Hier bleiben sie den ganzen  Sommer und sollten sich fleißig vermehren. Wenn sie die Tiere besuchen wollen, finden sie einige Weideflächen auf der Karte im hutangerblog unter: Unsere Herde.
Bitte die Tiere nur anschauen, nicht füttern und vor allem die Weiden nicht betreten.

AuftriebHinterhaslach

Infostand an der Biodiversitätsmesse in Nürnberg

Vom Freitag, den 17.02.2017 bis Sonntag den 19.02.2017 findet in Nürnberg am Z-Bau in der Frankenstrasse 200 in Nürnberg die erste Biodiversitätsmesse in Nürnberg statt. Hier geht es um Projekte und Aktionen zur Erhaltung der Artenvielfalt. Neben Informationen kommt auch die kulinarische Seite der Naturschutzprojekte nicht zu kurz.

Wir haben einen Infostand im Veranstaltungszelt und stellen unser Projekt in einem Kurzvortrag vor. Unter dem Titel „Rinderweiden – Artenvielfalt und Qualitätsfleischerzeugung“ sind wir im Rahmenprogramm am Freitag um 17.30 Uhr, am Samstag um 12.00 Uhr und am Sonntag um 17.00 Uhr mit einem Vortrag vertreten.

Die Messe ist von 10.00 – 18.00 Uhr geöffnet, Eintritt Tageskarte 5 €

„Artenvielfalt erleben, verstehen, bestaunen, genießen, teilen, erhalten, vermehren und schützen“molsblockschutt

Geländewagen für unsere Arbeit

Mit vier kleinen Rinderherden pflegen wir zur Zeit 25 Hektar Weiden, aufgeteilt auf  24 Teilflächen. Die Flächen liegen in den Gemeinden Pommelsbrunn, Happurg und Offenhausen. Für eine Kontrollfahrt zu den Herden müssen oft mehr als 70 km zurückgelegt werden, Teilstrecken dabei im unwegsamen Gelände.

Wir freuen uns deshalb sehr, dass die Sparkasse Nürnberg den Ankauf eines gebrauchten Geländeautos gesponsert hat. Die naturschutzgerechte Beweidung trägt zur Offenhaltung der Landschaft und zur Erhaltung der Artenvielfalt bei. Zur Erfolgskontrolle unserer Arbeit erheben wir wissenschaftliche Daten zur Entwicklung von Flora und Fauna. Um andere Landwirte für die Landschaftspflegebeweidung zu motivieren bieten wir Beratungen an und kämpfen für eine gerechte Entlohnung in dem wir auch betriebswirtschaftliche Daten erheben, auswerten und veröffentlichen.

Fahrzeugnzw

 

 

Bild 1 Fahrzeugübergabe vor dem Grünen Zentrum

 

sparkas1

 

 

Bild 2 und 3  Vorstellung des sparka2Fahrzeuges bei unseren „Landschaftspflegern“

Weideumtrieb mit Hutangerpaten

Für unsere Paten gilt das Angebot, dass sie  sich bei Aktivitäten rund um die Weidewirtschaft  beteiligen können. Bei herrlichem Spätsommerwetter konnten Interessierte bei unserer längsten Triebstrecke im Molsberger Tal die Tiere begleiten. Gestärkt mit einer Brotzeit ging es mit Horaz uns seinen Kühen vom Naturschutzgebiet „Oberes Molsberger Tal“ zu den Obstwiesen nahe Förrenbach.

umtrieb

horaztrieb

 

 

 

obstbäume

 

 

 

 

Neben frischem Gras gibt es dort auch Fallobst für die Tiere.

Aromakuh in Vollendung

Wir konnten unseren Hutangerpaten in diesem Jahr eine ganz besondere Spezialität anbieten: ein Dinner auf der Weide mit Altkuhfleisch – oder besser gesagt Aromakuhfleisch.

Zum ersten Mal in unserem Hutangerprojekt haben wir eine ältere Kuh geschlachtet, in der Literatur wird immer vom aromatischen Fleisch geschwärmt, doch man bekommt es kaum zu kaufen.

Von einem Hutangerpatenschaftsessen auf der Weide hatten wir schon lange geträumt, glücklicherweise habe ich mit dem Metzgermeister  Jürgen Fleischmann einen „Fleischverrückten“ kennengelernt, der die Idee aufgegriffen und wunderbar in die Tat umgesetzt hat.

jürgenDSC02947

 

 

 

 

 

 

Das perfekte Fleisch beginnt bei der Rasse, der Aufzucht und der Fütterung und einer schonenden Schlachtung – das war unsere Aufgabe.

weideweideführung

 

 

 

 

 

Dann folgt ein kontrollierter Reifeprozess des Fleisches- was  – das war die Aufgabe von Metzgermeister und „Beefscout“ Jürgen Fleischmann. Um Kuhfleisch zur Königsklasse reifen zu lassen und zu veredeln braucht es sehr viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl. Auch der schwierige Prozess der Zubereitung lag in Händen des Fleischprofis, der auch eine „Beefakademie“ betreibt und Fleischseminare anbietet.

20160817_192149dinner1

Während des Vier-Gänge-Menüs konnten sich die Gäste vom Geschmack des 50 Tage abgehangenen Kuhfleisches überzeugen. Hauptgang war das gegrillte Entrecote. Es wurde mit viel Gefühl „rückwärts“ gebraten – erst im zugedeckten Grill erwärmt und dann angebraten – bis zu einer Kerntemperatur von 56 Grad. Die begeisterten Gäste schwärmten vom perfekten Fleischaroma und von einem außerordentlichen Geschmackserlebnis.

abendstimmungschlusbild

 

 

 

 

Kerzenlicht und eine Feuerschale sorgten noch für einen romantischen Ausklang einer gelungenen Weidedinnerpremiere.