Seminar mit Kuhtrainer Philipp Wenz

Der Kuhtrainer Philipp Wenz ist dieses Jahr wieder bei uns im Sittenbachtal zu Gast. Er hält vom 27.09 bis 28.09. ein zweitägiges Intensivseminar zum Umgang mit Rindern.

Das Seminar richtet sich an Mutterkuhhalter, Milchviehbetriebe und Menschen, die einen stressfreien Umgang mit Weidetieren erlernen möchten.

Vormittags gibt es eine theoretische Einführung in den stressarmen Umgang mit Weidetieren und es werden Techniken für die Arbeit mit den Tieren vermittelt. An den Nachmittagen kommt dann jeweils der Praxisteil. Am ersten Tag werden die Techniken mit der Rinderherde auf großer Fläche erprobt, am zweiten Tag steht die Arbeit unter engen Verhältnissen im Korral im Vordergrund.

Anmeldung bei uns im Naturschutzzentrum, Teilnehmerzahl begrenzt

Für interessierte Menschen aus dem „Nicht-Profi-Bereich“ gibt es am Sonntag, den 29.09. ein ganztägiges Schnupperseminar, auf dem Philipp Wenz die Techniken im Umgang mit Rindern erklärt. Die Prinzipien sind auf alle Arten von Weidetieren anzuwenden.

Die Anmeldung für das Eintagesseminar   bei uns im Naturschutzzentrum.

Der Praxisteil findet auf unseren Weiden im Sittenbachtal statt, unsere Tiere freuen sich sicherlich schon auf die Schulung.

Rinderweide erleben

Im Rahmen der BayernTourNatur Führungen lädt der Gebietsbetreuer Rainer Wölfel  zu einem entspannten Abendspaziergang ins Molsberger Tal ein. Nach Feierabend gehen wir zu der Rinderherde des Naturschutzzentrums und genießen entspannt die Abendstimmung auf der Weide.

Hier können sie Fragen zum Beweidungsprojekt und zur Tierhaltung stellen.

Treffpunkt ist der Parkplatz am Sportplatz von Förrenbach
Termin: Mittwoch 26.06.2019 um 19.00 Uhr

Weiden im Waldrand

Am SonntagGebietsbetreuer in Bayern, den 19.05.2019 um 15:00 Uhr führen der Förster Burkhard Reuter und der Gebietsbetreuer Hutanger Rainer Wölfel durch das Molsberger Tal.
Sie zeigen auf der ca. 3-stündigen Wanderung warum die Rinderbeweidung von Waldrändern die Artenvielfalt fördert. Außerdem wird über extensive Weidewirtschaft, den Aufbau von Mittelwäldern und seltene Tier-und Pflanzenarten informiert. Treffpunkt ist am Parkplatz des Sportplatzes von Förrenbach in der Molsberger Straße.

Albauftrieb abgeschlossen

Nach der Winterpause gehen unsere vierbeinigen Landschaftspfleger wieder ihrer Arbeit nach.
Die Tiere wurden mit dem Kuhtaxi zu ihren Arbeitsstätten gefahren. Die Herden sind jetzt im Steinbruch von Hartmannshof, auf der Mühlkoppe bei Pommelsbrunn, im  Molsberger Tal zwischen Förrenbach und Molsberg und im Rempfental auf dem ehemaligen Hutanger.

Die Herde von Steinensittenbach war die  letzte die unseren Stall verlasssen hat, sie haben sich sehr über den Austrieb gefreut (siehe Foto1).

 

 

 

 

Danach mussten eigentlich nur über die Strasse und stehen jetzt malerisch unter den blühenden Obstbäumen und zwischen den Felsen unterhalb von Hohenstein.

Eine Gebietsbetreuerstelle für die Hutanger

Wir freuen uns sehr, dass vom Bayerischen Naturschutzfonds die Stelle eines Gebietsbetreuers für das Naturschutzzentrum Wengleinpark e.V. genehmigt wurde (siehe Pressebericht unten). Die Personalkosten und die Kosten für die Öffentlichkeitsarbeit und projektbezogene Ausgaben (insgesamt max. 70.000 €/Jahr) werden zu 85 % bezuschusst. Der Agraringenieur Rainer Wölfel (80%) und der Natur- und Landschaftspfleger Andreas Roth (20%) teilen sich diese Stelle. Die Gebietsbetreuerstelle ist beim Naturschutzzentrum angesiedelt.

TDG – v.l.n.r.: Martin Kutzner, Landratsamt Nuernberger Land, Untere Naturschutzbehoerde; Christine Bader, Naturschutzfonds; Claus Rammler, Regierung von Mittelfranken, Obere Naturschutzbehoerde; Karl Heinlein, Naturschutzzentrum Wengleinpark e.V., 1. Vorsitzender; Andreas Roth und Rainer Woelfel, Naturschutzzentrum Wengleinpark e.V., Gebietsbetreuer; Richard Bartsch, Bezirkstagspraesident Mittelfranken; Norbert Duenkel, MdL, Karl Rauenbusch, Landratsamt Nuernberger Land, Untere Naturschutzbehoerde und Landschaftspflegeverein;
Pressekonferenz zur Vorstellung der neuen Gebietsbetreuer im Landkreis Nuernberger Land. PK im Hutanger Hinterhaslach, 18.07.2018;

Das Motto der Betreuer lautet „Naturschutz. Für Dich. Vor Ort.“.  Sie sind Teil der bayerischen Biodiversitätsstrategie und sollen „eine Schnittstelle zwischen Natur und Mensch“ bilden.  Die Aufgaben liegen vor allem in der Öffentlichkeitsarbeit und der Steigerung der Akzeptanz bei der Umsetzung von Naturschutzzielen.

„Zu den kulturlandschaftlichen Höhepunkten Bayerns überhaupt gehören die i.d.R. dorfnahen Allmende-Hutanger …“  das ist ein Zitat von Alfred Ringler aus dem bayerischen Landschaftspflege-konzept und zeigt die Bedeutung der Hutanger für unsere Landschaft.

Bild: Thomas Geiger

 

Bild: Mit einem kleinen Imbiss – mit unserem Weidekalbfleisch, zubereitet vom  vom Stillen Bächlein, serviert auf dem Hinterhaslachen Hutanger – haben wir uns bei allen bedankt, die die Umsetzung der Gebietsbetreuerstelle unterstützt haben.

 

 

Wir möchten im Rahmen unsere Stelle vor allem die Öffentlichkeitsarbeit für die Hutanger in der Hersbrucker Alb verbessern.  Zum einen über Medienarbeit, zum anderen aber durch die Vorstellung praktischer Beispiele mit Führungen,  Vorträgen und wissenschaftlichen Arbeiten. Unsere Rinderherde ist dabei ein wichtiger Botschafter für die Anliegen des Naturschutzes und der Landwirtschaft. Gemeinsam wollen wir dafür kämpfen, dass die Beweidung als unverzichtbarer Teil zur Erhaltung der Artenvielfalt besser unterstützt wird.

Bild: Thomas Geiger, Hutanger Hinterhaslach; Die Rinder wundern, sich was auf ihrer Weide los ist, sie haben aber interessiert den Grußworten gelauscht -).

 

 

 

 

 

Pressebericht in der Hersbrucker Zeitung vom 20.07.18
HZ200718

 

Slow food Nürnberg besucht Horaz und seine Kühe

Mit dem slow food convivium Nürnberg führten wir eine kombinierte Veranstaltung mit Wanderung, Information und gutem Essen durch. Zuerst gab es den Besuch auf der Weide bei unseren Rindern. Lange hat es nicht mehr geregnet, aber ausgerechnet bei der Führung gab es eine ergiebigen Platzregen. Für die Natur und unsere Weiden war der Regen aber dringend nötig. Die Temperaturen  an diesem Nachmittag waren so hoch, dass es auch die Teilnehmer nicht weiter störte. Die „Städter“ erwiesen sich als sehr wetterfest und gut gelaunt ging es durch den Matsch weiter zum Zuchtbullen Horaz und seinen Freunden.

Nach der Führung gab es ein köstlichen „Weidekalb-Menue“ im „Stillen Bächlein“ in Egensbach. Bilder und ausführlichen Text dazu im blog des slow food conviviums 

Weideauftrieb 2018

Die Zeit im Stall ist vorbei und die ersten Tiere sind wieder auf ihren Weideflächen. In diesem Jahr bringen wir 6 Herden auf die unterschiedlichen Standorten. Die Aufteilung ist nötig, um Arbeit bei den Umzügen zu sparen und unsere Ziele im Bereich der Landschaftspflege zu erfüllen.

Mit den Sonnenstrahlen ging es im Rindertaxi zu neuen Weidegründen. Die Verteilung der Herden und die aktuellen Standorte sicn auf unserer Karteaustrieb18 unter „Unsere Herde“ zu sehen. Die Tiere freuen sich auf ihren Besuch – aber bitte die Weiden nicht betreten und die Tiere nicht fütten.

Weidelandschaften

Am Mittwoch, den 07. Februar bin ich um 19.30 Uhr mit einem Vortrag im Naturkundehaus in Nürnberger Tiergarten, Veranstalter ist die Bund Naturschutz Kreisgruppe Nürnberg.

Es geht natürlich um die Hutanger im Nürnberger LandHinterhaslach, die historischen Rinderweiden prägen das Landschaftsbild der Hersbrucker Alb bis in die heutige Zeit.

Im Vortrag gehe ich auf die Geschichte des Hirtenwesens der Region ein und stelle das Hutangerprojekt vor. Es gibt auch wieder viele Bilder von Kühen,  Hutangern und seltenen Tier- und Pflanzenarten.

Am Schluss stelle ich auch auf unser Praxisbeispiel der Kombination von Landschaftspflege und  Qualitätsfleischerzeugung vor.

Interessanter Kurs zum Thema „wie treibt man Kühe“

Vier Tage standen ganz im Zeichen des Rindertreibens. Am Mittwoch leitete Philipp Wenz mit einem Vortrag das Themenspektrum der Arbeit mit Rindern ein. Die Theorie ging dabei viel um die Schwerpunktbereiche „Vertrauen und Respekt“. Diese Eckpunkte sind die Grundlagen für jeden Umgang mit Tieren.

In den drei folgenden Seminartagen brachte Philipp Wenz mit vielen Geschichten, Schaubildern und Videos den Teilnehmern seine Lehre des LowStress-Stockmanship (LSS) näher. Diese Lehre wurde in Amerika von Bud Williams begründet und findet inzwischen weltweit Anhänger. Für den Kurs hat sich auch der Bayerische Rundfunk interessiert und einen Beitrag für die Abendschau gedreht.(Sendetermin war Dienstag, der 26.09.2017)

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Die Ideen des LSS und die Praxis mit den Tieren beeindruckten die Profis und am Samstag auch die Laien. Die Profis gingen nachdenklich aus dem Kurs heraus und nahmen sich vor, die Methode in die alltägliche Praxis einzubauen. Die Laien waren beeindruckt wie leicht das alles bei Philipp Wenz aussieht und wie schwer es in der Praxis ist auf Laufwege, Winkel und Abstand zu achten und dabei noch die Reaktion der Kühe zu lesen. Philipp Wenz meinte, „es ist vergleichbar mit dem Aufofahren: beschleunigen, lenken und bremsen – mehr ist es auch bei den Kühen nicht“.